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„Der Markt wird zunehmend personalisiert“- Interview mit Photobox-Chef Stan Laurent in der Bilanz

Titelbild_Laurent

© Die Bilanz

Im aktuellen Wirtschaftsmagazin BILANZ ist ein Interview mit Photobox-Chef Stan Laurent erschienen.

Hier findet ihr Auszüge:

Sie bezeichnen sich als den größten Spezialisten in Europa. Was unterscheidet Sie denn?

Was wollen Kunden? Sie wollen hochqualitative Produkte.

Das sagen alle…
Schon, aber wir merken beispielsweise, dass Kunden, die schon einmal ein Fotobuch bestellt haben, beim zweiten Fotobuch viel mehr Optionen nutzen möchten: besseres Papier, größeres Format, andere Bindung. Also liegt ein großer Fokus auf dem physischen Produkt. Die höchste Anforderung der Kunden ist: Das Bild muss die Ewigkeit überdauern. Also sind auch die Qualität des Drucks und der Fertigung entscheidend. Darüber hinaus muss es Spaß machen. Wenn es mühsam ist, geben Kunden auf. Das Auswählen und Arrangieren der Fotos muss ein kreativer Prozess sein. Und wir müssen den Kunden dabei begleiten, wir müssen schöne Designs anbieten, intelligente Funktionen. Wir bieten beispielsweise Algorithmen an, welche die Bilder in einer bestimmten Reihenfolge bringen. Hinzu kommt der Service, es muss schnell gehen, wir müssen zur Verfügung stehen. Wir haben fast rund um die Uhr einen eigenen Kundendienst mit Live-Chat, E-Mail und Telefon.

Photobox ist in 20 Ländern vertreten. Erkennen Sie nationale Unterschiede in der Fotografie?
Große Unterschiede sehen wir nicht. Generell setzt sich die Veränderung von traditionellen Fotos zu anderen mehrwertigen Produkten fort. Diese Entwicklung sieht man in allen Ländern, aber mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Deutschland ist in der Hinsicht vorne, sowohl im Bereich Fotobuch als auch im Bereich Wanddekorationen. Es gibt unterschiedliche Entwicklungsgrade zwischen den Ländern. Große Unterschiede betreffen die mobile Nutzung. Hier liegt England weit vorne. Engländer sind auch in höherem Maße dazu bereit, online Produkte zu kaufen. Sie sind in dieser Entwicklung Vorreiter.

Was fotografieren die Menschen in Europa denn so?
Ich sage immer: Wir verkaufen Freude. Leute drucken immer Freude. Babys und Kinder sind ein großes Thema. Und natürlich Reisen. Das ist gerade in Deutschland sehr ausgeprägt, denn die Deutschen sind sehr oft auf Reisen. Und Hochzeiten! Also zumindest dort, wo man noch heiratet, vor allem im Süden.

Ist es für Ihr Geschäft Vor- oder Nachteil, dass immer mehr Menschen mit ihrem Handys zunehmend hochwertiger fotografieren?
Es ist ein Vorteil. Denn grundsätzlich gilt für uns: Je mehr Bilder gemacht werden, desto besser. Aber es wird auch für den Kunden einfacher. Denn er braucht nur noch ein Gerät, um das Foto zu schießen und es anschließend ausdrucken zu lassen. Natürlich gibt es auch Herausforderungen: Die Größe des Gerätes macht es schwieriger, etwas Aufwändiges wie etwa ein Fotobuch zu gestalten. Das wird sich wohl mit den neuen Handys noch einmal weiterentwickeln. Aber grundsätzlich ist es für den Kunden eine gute Sache. Die andere, wachsende Herausforderung aus der Sicht des Kunden ist vielmehr: Ich habe so viele Bilder, wie wähle ich nun die richtigen davon aus? Früher lautete das Problem nur: Wie bekomme ich das digitale Foto ins Buch?

Die Vergangenheit ist ein gutes Stichwort. Fotos auszudrucken erscheint heutzutage altmodisch. Immer mehr Menschen fotografieren mit ihren Handys und Tablets und verschicken diese Fotos dann digital an ihre Freunde.
Ganz im Gegenteil. Grundsätzlich ist im Internet die Bereitschaft des Kunden hoch, sich mehr auszudrücken und mehr vom eigenen Leben zu teilen. Ein Stück weit tun sie das auf sozialen Netzwerken, insbesondere bei Facebook. Zu einem anderen Teil aber machen sie das mit hochwertigen, physischen Produkten – und dafür nutzen sie nicht die gleichen Fotos wie bei Facebook. Die Bilder, die gedruckt werden, sind intimer, sie spiegeln viel mehr mein Leben wider. Kunden unterscheiden mittlerweile, wie Bilder die Kommunikation nachahmen. Auf der einen Seite ein Hallo-hier-bin-ich-Bild, vielleicht ein Selfie. Auf der anderen Seite jene Bilder, die ich dauerhaft bei meinen Freunden oder Verwandten verorten möchte. Das ist gar nicht altmodisch.

Zwei ihrer neuen Marken sind Papershaker, ein Karten- und Mitteilungsservice, und Sticky-9, das Fotos von sozialen Netzwerken auf Kühlschrankmagnete und Telefonhüllen druckt. Planen Sie weitere Produkte, oder ist der Markt langsam ausgereizt?
Wir bauen unser Angebot immer weiter aus. Mit Photobox so wie mit den anderen Marken. Sticky-9 bedruckte nur Magnete, als wir sie kauften. Heute machen sie auch Handy- und Tablethüllen und Wandmagneten. Wir planen weitere Produkte dieser Art, ungewöhnliche und lustige, die auf den Social-Media-Nutzer passen. Bei Papershaker geht es um Einladungen, auch hier bauen wir die Produktpalette aus. Der Trend ist der gleiche: Ich möchte mich auf persönliche Art und Weise ausdrücken. Das sieht man besonders gut am Beispiel Telefonhüllen: Früher haben alle das Standardmodell benutzt, mittlerweile ist der Markt personalisiert.

Mithilfe der Barclays Bank und der Royal Bank of Scotland haben Sie kürzlich Kreditmöglichkeiten in Höhe von 60 Millionen Euro erhalten. In welchen Märkten planen Sie konkrete Akquisitionen?
Wir sind in Westeuropa präsent, dazu noch in Kanada, Australien und Neuseeland. Unsere Absicht ist es, uns erst einmal in diesen Märkten zu verstärken anstatt uns weiter auszudehnen. Auf dem Markt wird es in drei, vier Jahren vielleicht noch zwei, drei bedeutende Spieler geben. Das heißt, die Konsolidierung ist im vollen Gange. Das merken wir in Deutschland, wo einige Anbieter sich zusammengetan haben, und das sehen wir überall in Europa. Die andere Möglichkeit ist: Wir verstärken uns durch Zukäufe neuer Produktsegmente.

Was planen Sie in Zukunft?
Ich kann ein Beispiel aus der Vergangenheit nennen: Sticky-9 haben wir letztes Jahr gekauft. Es war ein kleines Unternehmen, aber mit einem anderen Ansatz, weil es sehr stark auf Instagram aufbaut. Und es ist stark mobil geprägt, etwa 40 Prozent der Geschäfte laufen mobil ab. Es ist komplementär zu dem, was wir bei Photobox machen. Deshalb passt es gut zu uns. Von der Sorte gibt es noch andere, die möglicherweise für uns in Betracht kommen.

Das Interview führte Stephan Knieps.

Das komplette Interview könnt ihr auf folgender Seite finden:

http://www.bilanz-magazin.de/unternehmen/der-markt-wird-zunehmend-personalisiert/

 

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